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Architektur-Punsch

Ein geselliger Vorweihnachtsnachmittag mit tollen Menschen, spannenden Vorträgen und vielen interaktiven Formaten.

Hoch die Tassen zum Punsch-Nachmittag

Gemütlich, inspirierend und mit Herz!

Aufgrund vieler Nachfragen haben wir den Termin bereits fixiert - unser diesjähriger Architektur-Punsch findet am 07. Dezember 2026 statt. Wir laden euch zu unserem virtuellen Vortrags- und Workshop-Nachmittag ein, der gemütliches Beisammensein und spannende Impulse fürs neue Jahr verbindet. Hochkarätige Sprecherinnen und Sprecher werden ihre Erfahrungen und Herausforderungen teilen. Wir freuen uns darauf, mit euch bei Punsch und spannenden Gesprächen das kommende Jahr gebührend einzuläuten!

Zur Weihnachtszeit solls gesellig sein, man möchte Gutes tun - der embarc Architektur-Punsch vereint all das mit der Möglichkeit, Anregungen fürs neue Jahr mitzunehmen.

Ihr kennt unseren Architektur-Punsch noch nicht? Aus den Vorjahren findet ihr in den Programmtabellen der jeweiligen Punsch-Seiten einige Aufzeichnungen.

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Montag, 07.12.2026 (Nachmittag)

Remote

Zur Anmeldung

 
 

Vorschau aufs Programm 2026

Michael Rabe, Roman Hecht (Continental Reifen)
Agent allein zu Haus? Leitplanken statt Kontrollverlust

Coding Agents schreiben erstaunlich schnell Code – kennen aber weder die Architekturprinzipien noch die Sicherheitsvorgaben und Arbeitsweisen eines Unternehmens. Dieses Wissen bleibt häufig über Dokumentationen, Tools und Köpfe verteilt. Mitarbeitende müssen deshalb bei jeder Aufgabe selbst daran denken, dem Agenten den richtigen Kontext zu geben und das Ergebnis anschließend umfassend zu kontrollieren.

Damit droht KI die kognitive Last nicht zu reduzieren, sondern lediglich zu verlagern. Gleichzeitig können sich Fehler, Regelverstöße und ungeeignete Lösungen durch die höhere Entwicklungsgeschwindigkeit schneller verbreiten.

Der Vortrag zeigt, warum vertrauenswürdiger KI-Einsatz einen gemeinsamen Rahmen aus Unternehmenswissen, klaren Leitplanken und systematischer Verifikation benötigt – und wie daraus echte Entlastung statt zusätzlicher Unsicherheit entstehen kann.

 
 
Tom Asel (tangible concepts)
Collaborative Storyboard

Kollaborative Methoden machen Architekturarbeit sichtbar, greifbar und gemeinschaftlich. Sie bringen unterschiedliche Perspektiven zusammen, schaffen ein gemeinsames Verständnis und helfen Teams, gute Entscheidungen zu treffen. Moderne Architekturarbeit ist ein Team-Skill – keine Einzelleistung.

In dieser interaktiven Session lernen die Teilnehmenden die Methode des Collaborative Storyboarding kennen. Gemeinsam arbeiten sie an einer digitalen Architekturwand, identifizieren Hotspots für Änderungsszenarien und diskutieren deren Auswirkungen auf die bestehende Architektur. Die Methode ist bewusst pragmatisch: Sie fördert das Architekturverständnis im Team und macht Abhängigkeiten sowie Handlungsoptionen schnell sichtbar. Die Teilnehmenden sammeln erste praktische Erfahrungen mit Collaborative Storyboarding und werden selbst aktiv. Gearbeitet wird gemeinsam auf einem interaktiven Miro-Board.

 
 
Ulrich Lehner (LVM Versicherung)
Wenn die alte Welt bricht - Architekturarbeit in Zeiten von Regulierung und rasantem Wandel

Es braucht dieser Tage nicht immer KI, um die gewohnte Welt aus den Angeln zu heben. Als Architekt:innen bewegen wir uns ständig in einem Spannungsfeld aus fachlichen Anforderungen, Qualitätskriterien, Wirtschaftlichkeit, Außeneinflüssen, Prozessen und vor allem Menschen. Gerade in den vergangenen Jahren, ja teilweise sogar Monaten, hat sich die Geschwindigkeit der IT-Welt so drastisch erhöht und damit die Spannungen zwischen diesen Feldern so zugenommen, dass auch die bisher gut funktionierende Entwicklungswelt des LVM darauf angepasst werden muss.

Es wirkt ein stetig zunehmenden Veränderungsdruck von außen auf das Unternehmen ein. Hier haben insbesondere die Entwicklungen im Bereich der IT-Security die Notwendigkeit einer Anpassung auf die aktuelle Situation deutlich vor Augen geführt. Darüber hinaus unterliegen sämtliche Finanzunternehmen wie Banken und Versicherungen den Vorgaben aus dem Digital Operational Resilience Act, kurz DORA. Der LVM hat für sich erkannt, dass nun viele bisher etablierte Aspekte wie bspw. Prozesse oder Automatisierungen sehr umfassend und teilweise von Grund auf neu gedacht werden müssen. Der Vortrag gibt einen Überblick über diese Themen und skizziert erste Lösungsansätze.

 
 
Stefan Toth (embarc)
Architekturbewertung ohne LASR - Warum und wenn ja: Wie?

Mit LASR, dem Lightweight Approach for Software Reviews bewerten Entwicklungsteams ihre eigene Softwarelösung in einigen Stunden. Die Methode erfreut sich großer Beliebtheit und wird mittlerweile auch in Situationen angewendet die wir als Autoren nicht vorgesehen hatten. Das zeigt auch unser aktuelles IEEE-Paper „Team-Driven Architecture Evaluation with LASR“ in dem wir Daten aus 75 LASR-Reviews auswerteten.

Ist es sinnvoll LASR in größeren Gruppen anzuwenden? Können auch politisch heikle Situationen oder Bewertungen „von außen“ mit LASR durchgeführt werden? Die kreative Community sagt ja, doch je höher die Ansprüche oder das Stakeholderinteresse sind, desto belastbarer müssen die Ergebnisse von Architektur-Reviews sein. Die Abkürzungen die LASR nimmt, können schädlich werden und diese Schäden sind nur schwer auszugleichen.

In diesem Vortrag zeige ich wann LASR kippt und welche Alternativen es in der Bewertung von Softwaresystemen gibt. Ich bespreche wann es sich lohnt in aufwändigere Review-Methoden zu investieren und welche Elemente von ATAM, DCAR oder CBAM besonders relevant sind. Mitnehmen könnt ihr eine Entscheidungshilfe für die Frage: Welche Review-Methode passt zu welcher Gruppen- und Risikokonstellation?

 
 
Stefan Zörner (embarc)
Architekturdokumentation nach dem AI-Hype: Eine Standortbestimmung

Architekturdokumentation hat vieles gesehen: UML, Wikis, arc42, Docs-as-Code, C4 … Nun also GenAI. Texte und Diagramme generieren ist kein Problem. Aber wollen wir wirklich die Dokumentationswelt der 2000er nachbilden, wenn Softwareentwicklung heute anders funktioniert?

Ich zeige an Beispielen, was beim Erstellen, Aktualisieren und im Review schon gut funktioniert, und wo es enttäuschend oder sogar gefährlich wird. Und wir diskutieren: Wenn Maschinen Dokumentation auch lesen, was dokumentieren wir dann noch für Menschen, und in welcher Form?

 
 
Falk Sippach

 
 

Anmeldung

Bitte meldet Euch über Pretix an. Ihr legt selbst fest, wieviel Euch der Besuch unseres Architektur-Punsch-Events wert ist. Mit den Einnahmen unterstützen wir in diesem Jahr wieder eine gemeinnützige Organisation. Schnell sein lohnt sich - die ersten 20 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, erhalten zur Einstimmung auf das Event unsere Punsch-Post zugeschickt!

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