Funktionale Programmierung für vielbeschäftigte Javaentwickler
Sprecher: Falk Sippach (und Till Rauch)
BobKonf
Freitag, 13.03.2026, 13:00
Berlin
Seit Java 8 halten funktionale Konzepte zunehmend Einzug in die Java-Welt. Trotz moderner Features wie Lambdas, Pattern Matching, Records oder Sealed Classes bleibt in vielen Projekten jedoch Skepsis: Die Lernkurve wirkt hoch und der resultierende Code angeblich unlesbar oder „nicht Java-typisch“. Dabei verspricht funktionale Programmierung geringere Komplexität, klarere Datenflüsse, erwartungskonformes Verhalten und eine deutlich bessere Testbarkeit – Vorteile, die sich gerade in größeren Systemen auszahlen.
In diesem Vortrag untersuchen wir, wie weit man mit modernem Java funktional denken und arbeiten kann. Wir zeigen anhand eines durchgängigen Beispiels zunächst die Eleganz funktionaler Lösungen (z. B. in Haskell) und entwickeln dann Schritt für Schritt eine idiomatische Java-Alternative. Dabei betrachten wir sowohl gut unterstützte Konzepte wie Immutability, Higher-Order Functions und algebraische Datentypen (über Records und Sealed Classes) als auch Bereiche, in denen Java an Grenzen stößt oder zusätzliche Bibliotheken nötig sind – etwa List Comprehensions, Currying, Partial Function Application oder Zipping.
Am Ende wisst ihr, welche funktionalen Prinzipien sich sinnvoll auf Java übertragen lassen, wo Workarounds nötig sind und wie ihr durch kluge Datenmodellierung ungültige Zustände vermeidet, natürlichere Kontrollflüsse erzeugt und die Wartbarkeit eurer Anwendungen verbessert – ohne das Java-Ökosystem zu verlassen.