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Architektur-Midsommar 2021

Ein geselliger Sommernachmittag mit tollen Menschen, spannenden Vorträgen und vielen interaktiven Formaten.

Endless Summer

Wenn die Tage besonders lang sind, laden wir Euch zu einem gemütlichen Austausch und virtuellen Vortrags- und Workshop-Nachmittag ein. Hochkarätige Sprecher teilen spannende Erfahrungen und begleiten interaktive Formate. Die Einnahmen aus dem Event spenden wir dieses Mal an Hanseatic Help, eine Hamburger Hilfsorganisation.

Der Midsommar zaubert den Brauch der Sommersonnenwende ins Hier und Jetzt. Nicht nur für Sonnenanbeter und Surf-Enthusiasten ist es die schönste Zeit. Wir möchten mit Euch dem Alltag ein wenig entfliehen und einen Nachmittag lang Erfahrungen teilen, Neues ausprobieren und brandaktuelle Themen diskutieren. In den vergangenen Monaten haben sich viele Chancen aufgetan und es gab spannende Entwicklungen. Nach dem großartigen Architektur-Punsch im Dezember freuen wir uns wieder darauf, Aktuelles und Interessantes mit Euch in lockerer Atmosphäre auszutauschen.

 
 

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Donnerstag, 24.06.2021

Remote

Zur Anmeldung

Programmvorschau

Euch erwarten zahlreiche Vorträge und Workshops von routinierten Sprecherinnen und Sprechern. Mit dabei sind unter anderem Kim Nena Duggen, Oliver Zeigermann, Stefan Toth, Susanne Braun, Elmar Jürgens, Stefan Zörner und Falk Sippach. Inhaltlich habt ihr die Wahl zwischen verschiedenen Themen wie Enterprise Architekturen für sich rasch wandelnde Märkte, Daten-Konsistenz in hochskalierenden und -verfügbaren Umgebungen, das Anfertigen von Architekturüberblicken am Beispiel der Corona Warn App, Machine Learning im Umfeld von Regressionstests, Mitarbeiterbeteiligung für echte Partizipation in New Work und natürlich auch klassische bzw. moderne Architekturthemen wie Microservices oder der Schnitt von Domänenmodellen.

Unsere Sprecher:innen des Architektur-Midsommar

Uhrzeit Track 1 Track 2
12:30 Uhr Türen auf, Technik-Check, Tool erkunden und Leute treffen
13:00 Uhr avatar Enterprise-Architektur für Business Agility

Stefan Toth

14:00 Uhr Pause
14:30 Uhr avatar Drucksache. Einen prägnanten Architekturüberblick anfertigen am Beispiel der Corona-Warn-App.

Stefan Zörner

avatar Analysiert: Wechselwirkungen zwischen Architektur & Organisation

Elmar Jürgens

15:30 Uhr Pause
15:45 Uhr avatar Mit Mob-Programming zu einfacheren Team-Entscheidungen

Thomas Much

avatar avatar New Work ernst gemeint: Mitarbeiterbeteiligung@embarc

Kim Nena Duggen, Konrad Bechler

16:45 Uhr Pause
17:00 Uhr avatar Eventual Consistency – Du musst keine Angst haben

Susanne Braun

avatar Corona-Warn-App entschlüsselt. Microservices unter der Lupe.

Falk Sippach

18:00 Uhr Pause
19:00 Uhr avatar Machine Learning: Visuelle Regressionstests mit Autoencodern

Oliver Zeigermann

avatar Microservices schneiden

Thomas Bayer

20:00 Uhr Pause
20:15 Uhr

Abendprogramm

Softwarearchitektur-Talkshow mit interessanten Gästen zu spannenden Themen

21:00 Uhr

Locker Austausch in der virtuellen Welt.

Schnappt Euch was zu trinken und plaudert mit netten Leuten, trefft alte Bekannte und lernt neue kennen.

Legende: Vortrag, Workshop

 
 

Anmeldung

Bitte meldet Euch über Eventbrite an. Ihr legt selbst fest, wieviel Euch der Besuch unseres Events wert ist. Alle Einnahmen spenden wir an Hanseatic Help e.V., einen ehrenamtlichen Verein, welcher u.a. hilfsbedürftige Menschen in Hamburg mit Kleidung und anderen Artikeln des täglichen Bedarfs versorgt.

Für die ersten 20 Anmeldungen haben wir uns zudem wieder etwas Besonderes ausgedacht: Ihr bekommt unser sommerliches Überraschungspaket direkt nach Hause geschickt!

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Unser Spendenempfänger - Hanseatic Help

 
 

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Abstracts

Enterprise-Architektur für Business Agility
(Stefan Toth)

Sich rasch wandelnde Märkte und Business-Modelle stärken den Ruf nach Flexibilität. Reaktionsfähigkeit soll Unternehmen auszeichnen, sich bietende Möglichkeiten wollen rasch genutzt werden. Wie genau kann Enterprise-Architektur (EA) hier unterstützen? Können langfristige Planung, Enterprise Repositories, Standardisierung und Governance im agilen Kontext tatsächlich nützen?

Diese Session zeigt, welche Ziele sich EA im agilen Kontext stecken sollte. Dazu werden organisatorische, methodisch/agile und technische Trends der IT-Industrie eingeordnet. Es entstehen sechs Themenblöcke, mit denen sich wandelnde Unternehmen in den letzten Jahren viel beschäftigt haben. Experimentierkultur und empirische Prozesse zu stärken, technisches und organisatorisches Feedback auf allen Ebenen zu fördern, oder auch gut gelebte Transparenz und die Öffnung von einst etwas “elitären” Architekturdiskussionen sind einige Beispiele, die ich diskutieren werde.

Mit Erfahrungen aus der Praxis untermauert, werden wichtige Zusammenhänge illustriert und Tipps aus kleinen und großen Erfolgen der eigenen Arbeit abgeleitet. Ein paar Mythen der EA-Disziplin könnten am Weg leiden.

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Drucksache. Einen prägnanten Architekturüberblick anfertigen am Beispiel der Corona-Warn-App.
(Stefan Zörner)

Die Dokumentation Eurer Softwarearchitektur veraltet schnell? Deswegen fertigt Ihr gar keine an? Ich hätte da eine Lösung für Euch! In diesem Vortrag zeige ich am Beispiel der deutschen Corona-Warn-App wie Ihr die Architekturansätze eines Softwaresystems auf geringem Raum verdichtet und zugleich überzeugend darstellt. Statt sich in Word und Wiki zu verlieren erfasst Eure Zielgruppe einen solchen Überblick im Handumdrehen; bei Bedarf führt er Interessierte zielsicher in die nötigen Details. Der Überblick ist mit geringem Aufwand anzufertigen und aktuell zu halten. Und sieht im Idealfall auch noch richtig gut aus! Neugierig geworden? Ein bisschen was zur Corona-Warn-App lernt Ihr obendrein.

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Analysiert: Wechselwirkungen zwischen Architektur & Organisation
(Elmar Jürgens, CQSE)

Passen Architektur einer Anwendung und Kommunikationsstrukturen ihres Entwicklungsteams nicht zueinander, führt das zu Problemen. Sowohl die Architektur, als auch die Teamorganisation entwickeln sich jedoch oft unabhängig voneinander weiter. Wie können wir früh merken wenn Probleme auftreten, um rechtzeitig reagieren zu können?

Im Vortrag stelle ich moderne Analysetechniken vor, die uns hierbei unterstützen. Die Analysen beziehen dabei eine Vielzahl von Daten ein, die wir in der Software-Entwicklung produzieren: Von Code, über Versionshistorien, bis hin zu Traces und Ausführungsinformationen aus Test- und Produktionssystemen. Dadurch erlauben sie faktenbasierte Entscheidungen in einem Umfeld, in dem gerade in Krisensituationen sonst oft emotionsgeladene Diskussionen geführt werden.

Ich stelle im Vortrag sowohl die Analysen, als auch Fallstudien und Beispiele aus 10 Jahren Praxiseinsatz vor. Dabei gehe ich auf Beispiele aus kommerzieller Software und Open-Source Systemen ein. Außerdem stelle ich dar, welche der Analysen wie einfach im eigenen Projekt eingesetzt werden können, und auch, wo ihre Grenzen liegen.

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Mit Mob-Programming zu einfacheren Team-Entscheidungen
(Thomas Much, Freiberufler)

Wir wissen alle, wie Teams normalerweise Entscheidungen gemeinsam treffen: Nur sehr zögerlich oder gar nicht. Daher werden oftmals fertige Entscheidungen zur Umsetzung ins Team gegeben. Oder Einzelne treffen die Entscheidungen und wundern sich dann, dass der Rückhalt vom restlichen Team fehlt. Dabei wäre es für agile Organisationen am besten, wenn Entscheidungen dort getroffen werden, wo Wissen, Erfahrung und Können zusammentreffen. Also im umsetzenden Team zusammen mit den fachlichen Experten.

In den vergangenen vier Jahren konnte ich als Coach und auch als Entwickler erleben, wie zögerliche, dysfunktionale Teams innerhalb weniger Mob-Programming-Sessions durch Erfolgserlebnisse plötzlich Vertrauen in sich fanden und durch das gemeinsame Planen und Umsetzen von Aufgaben die nötigen Entscheidungen quasi nebenbei getroffen haben. Das hatte nachhaltige, positive Auswirkungen auf das Team-Selbstvertrauen und dadurch auf die Art und Weise, wie gemeinsam gearbeitet und Entscheidungen getroffen wurden.

In diesem Vortrag möchte ich berichten, wie Mob-Programming grundsätzlich funktioniert, derzeit natürlich mit einem Fokus auf Remote-Mob-Programming – und wie das die Entscheidungsfindung im Team, beispielsweise auch für Architektur-Entscheidungen, ermöglicht bzw. vereinfacht. Das Wissen darüber nützt nicht nur Entwicklern und Architekten, sondern kann auch dem Management und der Teamleitung als Entscheidungshilfe dienen, warum man seinen Teams den Rückhalt (und die Zeit) geben sollte, Mob-Programming auszuprobieren.

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New Work ernst gemeint: Mitarbeiterbeteiligung@embarc
(Kim Nena Duggen & Konrad Bechler, BECHLER Kollaborationsberatung)

embarc wurde gegründet, um Menschen zu vereinen, die anders arbeiten wollen. Agil, eigenverantwortlich, selbstorganisiert, verteilt – new work verschiedenster Facetten. Aber wie schafft man eine Organisation, die sich im Sinne aller weiterentwickelt, wenn „alle“ sich nur selten physisch sehen und jeder aus einer ganz eigenen Organisations-Sozialisationen stammt? Im vergangenen Jahr haben wir gemeinsam mit dem Anwalt unseres Vertrauens ein Mitarbeiterbeteiligungsmodell entwickelt, dass Verantwortungsübernahme und Commitment ermöglicht, gleichzeitig sowohl für Geschäftsführung wie für Team-Assistenz und Berater passt und sich sowohl steuerlich als auch rechtlich in Österreich und Deutschland realisieren ließ.

In Zeiten von new work, new pay, Holokratie, etc. sind Mitarbeiterbeteiligungen der nächste konsequente Schritt, um Organisationsveränderung auch rechtlich zu verankern. Im Stile eines Lean Coffees bringen Kim Duggen (embarc) und Konrad Bechler (beratender Anwalt) verschiedene Themen zur Entwicklung eines Mitarbeiterbeteiligungsmodells mit, die je nach Priorisierung durch die Teilnehmer gemeinsam diskutiert werden können. Welche Fragen haben wir uns als Unternehmen gestellt? Was nützt ein Beteiligungsmodell? Was waren Stolperfallen auf dem Weg dorthin?

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Eventual Consistency – Du musst keine Angst haben
(Susanne Braun, Fraunhofer IESE)

Der Trend zu hochskalierenden Cloud-Anwendungen, die stark auf datengetriebene Features setzen, ist ungebrochen. Dadurch laufen immer mehr Anwendungen nur noch unter Eventual Consistency. Nebenläufige Änderungsoperationen auf inkonsistenten, replizierten Datenbeständen können allerdings zu schweren Replikations-Anomalien wie Lost Updates führen. Das Implementieren korrekter Merge-Logik im Fall von Schreibkonflikten ist eine große Fehlerquelle und selbst für sehr erfahrene Software-Architektinnen eine Herausforderung. Basierend auf unseren Erfahrungen aus verschiedenen Kunden- und Forschungsprojekten entwickeln wir Architektur-Empfehlungen und Entwurfsmuster für das Design von Anwendungen, die unter Eventual Consistency laufen. Parallel treiben wir die Entwicklung eines Open-Source-Replikations-Frameworks, welches unsere Methoden unterstützt, voran. Der Vortrag gibt konkrete Hilfestellungen für Architektinnen und beinhaltet eine Demo-Session.

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Corona-Warn-App entschlüsselt. Microservices unter der Lupe.
(Falk Sippach)

Leuchtturmprojekt, Kostengrab, Hoffnungsträger und wichtiger Baustein in der Pandemiebekämpfung — zum deutschen Corona Warn App-System (kurz CWA) gehört neben den prominenten nativen iOS- und Android-Apps auch eine vielteilige Server-Lösung. Sie basiert auf einem zeitgemäßen Architekturstil und einem aktuellen Technologie-Stack. Und wurde unter hohem Zeitdruck federführend von SAP und Telekom realisiert.

In dieser interaktiven Session erarbeiten wir, welche zentralen Fragestellungen beim Entwurf einer solch verteilten Softwarelösung von Euch beantwortet werden müssen. Ihr lernt entlang der CWA ganz nebenbei, was die Stärken, aber auch Herausforderungen einer Microservices-Architektur sind.

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Machine Learning: Visuelle Regressionstests mit Autoencodern
(Oliver Zeigermann)

Das Aussehen und die Bedienbarkeit von Webanwendungen ist mit klassischen Testverfahren nur schwer testbar. Lediglich Visuelle Regressionstests überprüfen eine Anwendung gegen einen Goldmaster und können so Veränderungen gegenüber diesem aufspüren.

Dieser Ansatz ist allerdings wenig flexibel, und natürliche Variationen in der Darstellung können nur schwer als solche erkannte werden.

In diesem Vortrag zeige ich einen auf Autoencodern basierenden Ansatz, der einem Machine-Learning-Modell beibringt, wie eine “normale” Anwendung aussieht und anhand dessen Abweichungen dazu feststellt.

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Microservices schneiden
(Thomas Bayer, predic8)

Entscheidend bei der Aufteilung eines Monolithen in einzelne Microservices ist der Schnitt. Wie groß sind die einzelnen Services und wie entscheide ich, wie die Grenze zwischen den Services gezogen wird. Einflussfaktoren sind die Fachlichkeit, die Persistenz und die Inter-Service Kommunikation. Im Vortrag erfährst Du anhand eines einfachen Beispiels welche Auswirkungen der Schnitt auf die Architektur hat.

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