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2015

Artikel auf JAXenter – Softwarearchitektur in nicht perfekten Umfeldern

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Softwarearchitektur in nicht perfekten Umfeldern: Agil, Lean oder einfach nur komplex?

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Softwarearchitektur in nicht perfekten Umfeldern: Agil, Lean oder einfach nur komplex?
Autor: Stefan Toth
Artikel im Java Magazin 12/2015 erschienen am 04. November 2015

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Viele methodische Entwicklungen der letzten fünfzehn Jahre kann man als Reaktion auf die komplexen Herausforderungen der heutigen Softwareentwicklung verstehen. Agile Vorgehensmodelle versuchen mit Unsicherheit zu leben, Flexibilität im Vorgehen zu ermöglichen und Zusammenarbeit zu stärken. Die richtige Reaktion ist wichtiger als der richtige Plan. Lean stellt das Lernen und stetige Verbesserung in den Vordergrund, versucht Verschwendung zu elimieren und unser Vorgehen auf wichtige Aspekte zu fokussieren. Der Trend geht weit über die Softwareentwicklung hinaus, und selbst wenn Sie den Begriff „Agil“ oder den (abflachenden) Hype darum nicht mögen – es hat sich etwas im Projektalltag verändert und die Disziplin der Softwarearchitektur muss darauf regieren.

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Softwarearchitektur Speed-Dating – im März beim Software Architecture Summit in München

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Am 17. März sind wir mit dem Softwarearchitektur Speed-Dating beim Software Architecture Summit in München dabei. Und am darauf folgenden Tag (am 18. März) nehmen wir in unserem Ganztagesworkshop Bewertungsmethoden unter die Lupe.

„Softwarearchitektur Speed-Dating“
Logo Software Architecture Summit
Softwarearchitektur-Speed-Dating
Sprecher: Stefan Zörner
Session auf dem Software Architecture Summit 2016
Donnerstag, 17. März 2016, 18 – 19:30 Uhr
Novotel München Messe, Willy-Brandt-Platz 1, 81829 München Riem

Zeitgemäße Softwarearchitektur ist nicht das Werk einzelner. Architekturansätze und Ideen entstehen im Team und werden gemeinsam reflektiert. Alle Entwickler müssen sie zumindest verstehen und mittragen können. Aber was genau müsst Ihr vermitteln? Reicht aufschreiben? Hilft UML?
Stefan Zörner zeigt auf lebendige Weise, wie Ihr Eure Softwarearchitektur wirkungsvoll kommunizieren könnt. Nach kurzen theoretischen Inputs rund um Architekturdokumentation und -bewertung probiert Ihr das Gehörte gleich aus. Ihr lernt die Lösungen anderer Teilnehmer kennen und erfahrt Schritt für Schritt, welche Zutaten in einem Architekturüberblick keinesfalls fehlen sollten – egal wie kurz er ist. Ihr lernt die richtigen Fragen zu stellen und passende Antworten parat zu haben.
Bringt bitte die Bereitschaft mit, Euch über Eure Projekte und Softwarelösungen auszutauschen, und anderen Teilnehmern Feedback zu geben. Die sonst üblichen Speed-Dating-Themen wie Kinderwünsche klammern wir aus.

Zur Ankündigung des embarc Ganztagesworkshops am 18. März 2016 auf dem Software Architecture Summit.

 

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Workshop Microservices Summit 2015 – Netflix Architektur (ein)schätzen lernen

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„Ganz großes Kino? Die Netflix-Architektur kennen und (ein)schätzen lernen.“

MSS Berlin

Ganz großes Kino? Die Netflix-Architektur kennen und (ein)schätzen lernen.
Sprecher: Stefan Toth und Stefan Zörner
Workshop auf dem Microservices Summit in Berlin
Mittwoch, 09. Dezember 2015, 09:00 – 12:30 Uhr
Berlin, im Courtyard by Marriott Berlin Mitte

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Der Streaming-Dienst Netflix zählt mit seiner Architektur zu den Vorreitern der Branche. Viele seiner Lösungen teilt er freimütig mit der Community. Da klingt es verlockend sich Rosinen raus zu picken. Aber ist das überhaupt möglich?
In diesem Workshop geben wir einen Überblick über technische und organisatorische Facetten der Netflix-Architektur. Zur Sprache kommen Arbeitsweise und Technologie-Stack sowie Zusammenhänge zwischen Aspekten dieser Bereiche. Wir ermöglichen den Teilnehmern zu reflektieren, wo dieses Erfolgsmodell auf die eigene Situation (etwa das eigene Unternehmen) übertragbar ist, und wo der geschenkte Gaul vielleicht mehr Mist hinterlässt als Ihnen lieb ist.

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Meetup in Hamburg im Dezember: Size does matter – (Micro-)Services richtig schneiden

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Vorschau: Kurz vor Weihnachten sind beim Softwarearchitektur Meetup in Hamburg wieder Microservices das Thema.

Meetup
 Size does matter – (Micro-)Services richtig schneiden
Referent: Lars Röwekamp von open knowledge
Veranstaltung beim Softwarearchitektur Meetup Hamburg
15. Dezember 2015, 19:00 Uhr
HAW Hamburg, Hörsaal 1.12 im Berliner Tor 5

Zur kostenlosen Anmeldung

Der Vortrag knüpft thematisch direkt an die vergangenen Veranstaltungen zu dem Hype um Microservices an. Hier der Abstract von Lars:

„Die Idee, seine Anwendung in möglichst kleine, unabhängige Teile – a.k.a. (Micro-)Services -zu zerschneiden, die dann miteinander kommunizieren, hat einiges für sich. Was sich allerdings in der Theorie recht einfach anhört, stellt sich in der Praxis nicht selten als echte Herausforderung dar.

Lars Röwekamp
Die Kunst liegt darin, die richtige Größe für die einzelnen Services zu finden. Aber wie schneidet man die Services richtig? Wie bekommt man es hin, dass die Fachlichkeit nicht zerpflückt wird und so der Blick für das große Ganze verloren geht? Und wie sieht dann die Kommunikation der Services untereinander aus?

Anhand eines Praxisberichts zeige ich wie Domain Driven Design dabei helfen kann, diese Fragen – und noch einige mehr – sinnvoll zu beantworten.“

Video von der JAX 2015: Architekturüberblicke anfertigen – Tipps und Tricks

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JAXenter hat den Vortrag von Stefan Zörner von der JAX 2015 auf Vimeo bereitgestellt.

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So sieht’s aus! Architekturüberblicke – Tipps und Tricks
Sprecher: Stefan Zörner
Vortrag auf der JAX 2015 (05. November 2015)

So sieht’s aus! Architekturüberblicke anfertigen:Tipps und Tricks von JAX TV auf Vimeo.
Download Vortragsfolien (PDF)
Folien direkt hier durchschauen (via Speaker Deck)

In dieser Session ging es um das Anfertigen eines Architekturüberblicks aus dem Nichts heraus. Das stumpfe Ausfüllen eines Templates führt dabei oft zu Frust. Stefan Zörner zeigt stattdessen, wie Sie die Aufgabe pragmatisch und zugleich wirkungsvoll angehen. Dabei diskutieren wir auch Formen, Zutaten, Werkzeuge und Vorgehen. Sie lernen die minimale Ausprägung eines Architekturüberblicks kennen und erfahren, in welchen Situationen Sie von diesem Minimalset abweichen können.

Vortrag XP Days Germany 2015: Organisationskonforme Architektur

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„Arc, Org, sticht – Das Kartenspiel der organisationskonformen Architektur“
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Arc, Org, sticht – Das Kartenspiel der organisationskonformen Architektur
Sprecher: Stefan Toth und Jan Gentsch
Vortrag auf der XP Days Germany 2015
Freitag, 27. November 2015, 14.15 – 15.00 Uhr
IHK Karlsruhe, Lammstraße 13-17 in 76133 Karlsruhe

Download Vortragsfolien
Download Spielkarten

Die Architektur von Software ist offensichtlich nicht alleine eine technische Frage. Wer heute über Microservices diskutiert, redet auch über den Teamschnitt und Verantwortlichkeiten, wer sich mit SOA beschäftigte darüber, wie Abteilungen „ihre“ Systemen unabhängig betreiben und entwickeln können und natürlich gibt es Conway’s Law, welches einen Zusammenhang zwischen Organisationsstruktur und Architektur der in ihr entstehenden Systeme postuliert.

Wir haben ein Kartenspiel entwickelt, welches sich schnell und einfach spielen lässt und auf ungefährliche Weise zu Diskussion einlädt, was eine organisationskonforme Architektur ist und welche Konsequenzen das hat. Das Spiel schafft damit ein Bewusstsein für die Notwendigkeit Architektur und Organisation gemeinsam zu denken und lässt sich auch im eigenen Unternehmen als Katalysator nutzen.

Download Vortragsfolien

Warum wählt „man“ einen Architekturstil, der überhaupt nicht zu den technischen Anforderungen passt? Umgekehrt, warum funktionieren zum Problem passende Architekturen im Umfeld einiger Organisationen auch wiederum nicht? Warum lebt manche Organisation ganz gut damit, dass sie das scheinbar alles ignoriert?

Die Arbeit an diesen Fragen fördert das Verständnis, welche Kräfte und Rahmenbedingungen wirken und es entstehen erste Ideen wo im eigenem Kontext Potentiale schlummern.

kartenspiel_xp_Days

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Bewertungsmethoden unter der Lupe – embarc Workshop auf dem Software Architecture Summit in München

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Am 18. März sind wir mit einem Workshop beim Software Architecture Summit in München dabei.

„Bewertungsmethoden unter der Lupe: Architekturziele nachhaltig absichern“
Logo Software Architecture Summit
Bewertungsmethoden unter der Lupe: Architekturziele nachhaltig absichern
Sprecher: Harm Gnoyke und Stefan Zörner
Ganztagesworkshop auf dem Software Architecture Summit 2016
Freitag, 18. März 2016, 10 – 13 Uhr und 14:30 – 17:30 Uhr
Novotel München Messe, Willy-Brandt-Platz 1, 81829 München Riem

Softwarearchitektur gezielt weiterzuentwickeln bedeutet Entscheidungen zu treffen: Strukturen, Technologien, Vorgehen… Sind Sie auf dem richtigen Weg? Können Ihre Architekturideen in der Umsetzung aufgetretene Probleme effektiv lösen? Helfen sie bei der Erreichung Ihrer Ziele oder behindern sie diese eher? Architekturbewertung kann Sicherheit schaffen und Risiken aufzeigen und damit helfen die Aufwände im Projekt zu fokussieren. Als Entwicklungsteam können Sie Ihre Softwarelösungen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Methoden bewerten. Jede hat ihren Zeitpunkt und jede richtet sich auf andere Fragestellungen.

In diesem ganztägigen Workshop mit hohem Praxisanteil zeigen wir Ihnen, wie Sie Bewertungsmethoden in laufende Projekte integrieren und diese als Treiber für Ihre Architekturarbeit etablieren können. Am Vormittag steht die Differenzierung von qualitativen und quantitativen Analysemethoden im Vordergrund. Wir stellen sie kurz vor und zeigen Stärken, Schwächen und Kombinationsmöglichkeiten der beiden Methodenfamilien. Dabei wird zum Beispiel klar was argumentative, Workshop-basierte Verfahren leisten können und welche Aspekte Ihrer Architekturziele sich mit statischen Code-Analysen verknüpfen lassen.

Am Nachmittag geht es tiefer in die Details der Quantitativen Analyse: Wie komme ich zu den „richtigen” Metriken? Welche Fallstricke gibt es? Wie baue ich meine Dashboards auf? Diese und weitere Fragen klären wir gemeinsam im Übungsteil.

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arc42-Starschnitt: Gradle. Die Schnipsel zusammensetzen

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In diesem Beitrag zeige ich Zusammenhänge zwischen den Schnipseln des Starschnitts auf und füge einzelne zu einem kleinen Architekturüberblick von Gradle zusammen. Während zuvor also jeweils eine Zutat im Vordergrund stand, ist es nun das (nicht ganz so) große Ganze. Und wir biegen in die Zielgerade ein …

In der letzten Folge der Serie hatte ich bereits Brettspiele als Beispiel für Dynamik und Abläufe herangezogen, wie sie die Laufzeitsicht für Softwaresysteme beschreibt. Derartige Spiele erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit, nirgendwo erscheinen so viele pro Einwohner wie hierzulande. Der international gängige Begriff „German-style board game“ illustriert das Phänomen – prominente Vertreter wie „Die Siedler von Catan“ oder „Carcassonne“ sind über die Brettspielkennerszene hinaus bekannt.

Aus Essener Feder

Die Szene trifft sich konsequenterweise alljährlich in Deutschland, genauer in Essen, zur größten Brettspielmesse der Welt – der „Spiel“. Dort wird neben anderen Preisen auch die Goldene Feder der Stadt Essen vergeben – für das Autorenspiel mit der besten Spielregel (!).

Colt Express-Spielregel, Seite 3.
Quelle: Colt Express-Spielregel, Seite 3.

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Spielregeln grundsätzlich den gleichen Aufbau haben? Zur Illustration sehen Sie rechts eine Seite aus der Anleitung von Colt Express. Verallgemeinert sieht es in der Regel so aus:

  1. Kurze atmosphärische Einführung (optional, entfällt bei abstrakten Spielen)
  2. Ziel des Spieles
  3. Spielmaterial
  4. Spielvorbereitung (Aufbau)
  5. Spielablauf (Phasen, Züge, Aktionen)
  6. Spielende (End- und Siegbedingungen)
  7. Varianten (optional, z. B. für abweichende Spielerzahl, Expertenversion, Solospiel)

Colt Express folgt diesem Muster ganz gut, inklusive Sonderregeln für zwei Spieler.

Vorteile einer festen Gliederung

Die Vorteile eines festen Aufbaues und gleicher Elemente innerhalb der Spielregeln liegen auf der Hand:

  • Leser finden sich schneller zurecht. Spieler etwa, die gezielt etwas suchen, finden die gewünschte Information sehr schnell (Wie viel XY bekommt jeder am Anfang? Wann ist das Spiel zu Ende? Wer hat gewonnen?)
  • Unterstützung bei der Kommunikation. Jemand, der das Spiel erklären möchte, kann sich an der Anleitung orientieren und auch auf Beispiele aus der Anleitung zurückgreifen.
  • Autoren erhalten Sicherheit. Jemand, der eine Spielanleitung anfertigen möchte, kann sich an dem grundsätzlichen Aufbau orientieren. Er braucht sich nichts selber ausdenken, die Struktur ist erprobt.

Und ebenso wirken diese Vorteile auch bei der Gliederung von Architekturbeschreibungen. Nicht umsonst zählt „Verwende eine Standardstrukturierung“ zu den sieben Regeln für gute Dokumentation. arc42 ist im deutschsprachigen Raum so etwas wie ein Defacto-Standard für derartige Strukturierungen (siehe hierzu auch „Ist dieses arc42 eigentlich alternativlos?“).

Zuordnung der Schnipsel zur arc42

Im Rahmen dieser Serie habe ich insgesamt 11 Zutaten einer Architekturdokumentation in Form von Schnipseln erklärt und anhand von Gradle illustriert. Die folgende Abbildung zeigt noch einmal, wo Sie die Schnipsel in einer Dokumentation gegliedert nach arc42 „abheften“ würden.

Schnipsel dieser Serie in arc42 "abheften"
Schnipsel dieser Serie in arc42 „abheften“

Sicher fällt Ihnen auf, dass ich die Schnipsel nicht in der Reihenfolge besprochen habe, in der sie in der Gliederung stehen. Das passt dazu, dass das „Ausfüllen“ von arc42 Abschnitt um Abschnitt ohnehin kein Erfolgsrezept ist. In der Praxis entstehen die einzelnen Zutaten anlass- und/oder risikogetrieben, werden im weiteren Projektverlauf verfeinert und ggf. auch massiv verändert. Erste Qualitätsszenarien fertige ich beispielsweise früh an, um die Qualitätsziele besser einschätzen zu können.

Methodischer Zusammenhang

Um Ihnen Orientierung zu geben, wie sich die einzelnen Zutaten beeinflussen, illustriert das folgende graphische Glossar mit seinen Pfeilen wichtige methodische Zusammenhänge zwischen den Schnipseln. Das gibt Ihnen eine grobe Bearbeitungsreihenfolge und zeigt auch auf, wo sie auf Konsistenz und den roten Faden achten müssen. In einem guten Architekturüberblick beispielsweise sollten die Schnipsel kein Schüttgut sein, sondern eine Geschichte erzählen.

Schnipsel Glossar

Wenn Sie eine Architekturdokumentation für ein bestehendes System „aus dem Nichts“ anfertigen wollen, empfehle ich mit dem Systemkontext und dem Produktkarton zu beginnen. Der Systemkontext ist vor allem wichtig um zu klären, was eigentlich dazu gehört und was nicht.

Einen Architekturüberblick anfertigen

Der Schlüssel, um einen wirkungsvollen Architekturüberblick anzufertigen, liegt darin die Zielgruppe klar herauszuarbeiten, und im Anschluss passend erste Zutaten auszuwählen und anzufertigen. Danach bringen sie diese in Form und holen sich Feedback von der Zielgruppe. In weiteren Iterationen arbeiten Sie die Rückmeldungen ein, nehmen bei Bedarf weitere Zutaten hinzu oder verfeinern bestehende.

Je nach Zielgruppe und Kommunikationsweg sind für einen Architekturüberblick sehr unterschiedliche Formen denkbar. Häufige Beispiele:

  • Prägnantes Dokument: Strukturierter Text, angereichert mit Illustrationen, Umfang maximal 20 Seiten
  • Foliensatz: 10-15 Folien zur Unterstützung einer Präsentation der Architektur
  • Architekturportal im Wiki: Einstiegsseite(n) im Wiki, die Interessierte durch die Inhalte führen
  • Architekturflyer oder -poster: Kleines Handout, z.B. DIN A4 beidseitig bedruckt, 2-3x gefaltet, oder größer produziert (z.B. DIN A1) als Plakat zur weiten Verbreitung
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Gerade der Flyer ist eine spannende Form — durch die Beschränkung auf wenige Seiten (z.B. 4 Seiten DIN A4) bleibt es in der Regel tatsächlich bei einem Überblick. Wir bei embarc haben diese Form auch gewählt, um methodischen Wissen auf den Punkt zu bringen. Der erste dieser „Architekturspicker“ hat passender Weise das Anfertigen eines Architekturüberblicks zum Thema (Abbildung siehe rechts). Sie finden ihn hier zum Download (4 Seiten DIN A4).

Beispielstruktur für einen Folienvortrag

Für die häufig genutzte Form einer Folienpräsentation für einen Architekturüberblick enthält die folgende Tabelle einen Vorschlag zur Gliederung. Er ist grob nach dem 4-Quadranten-Modell gegliedert, das Sie im Schnipsel #9: Übergreifende Konzepte kennengelernt haben.

AbschnittMögliche InhaltePassende Folgen der Serie
I. AufgabenstellungMission Statement
Architekturziele
Kontextabgrenzung
Herausforderungen, Schmerzpunkte
Zentrale Randbedingungen
#1: Produktkarton
#3: Qualitätsziele
#2: Systemkontext
#8: Randbedingungen
II. „The Big Picture“Lösungsstrategie (Tabelle)
Informelles Überblicksbild
Architekturprinzipien
#10: Lösungsstrategie
III. Die Lösung im DetailArchitekturentscheidungen
Diagramme (Struktur, Verteilung, …)
Übergreifende Konzepte
Demo, Walkthrough
#5: Architekturentscheidungen
#4: Bausteinsicht
#9: Übergreifende Konzepte
#11: Laufzeitsicht
IV. Fazit und AusblickOffene Punkte
Nächste Schritte
Diskussion
Weitere Informationen
Was sind Ihre Fragen?
 

Ich habe einige Inhalte aus den vergangenen Beitragen zu Gradle zu einem entsprechenden Folienvortrag kombiniert. Sie finden Ihn hier:

Architekturüberblick Gradle, Beispielfoliensatz


Zum Weiterlesen

  • Den Architektur-Spicker #1 „Der Architekturüberblick“ können Sie hier als PDF herunterladen.
  • Das graphische Glossar (auch Concept-Map) zu den Schnipseln und ihren methodischen Zusammenhängen habe ich mit dem freien Tool Cmap angefertigt.
  • Die Werkzeugfrage hat in dieser Reihe ganz bewusst keine große Rolle gespielt. Häufig genannte Stärken und Schwächen typischer Tools zur Architekturdokumentation habe ich in diesem Blog-Beitrag zusammengetragen: „Top-Tools für Architekturdokumentation: Je fünf Stärken und Schwächen“

Und Schluss.

Meine arc42-Starschnitt-Serie bei Hanser Update geht mit diesem Beitrag zu Ende. Ich hoffe, Sie können die ein oder andere Anregung für Ihre tägliche Arbeit daraus mitnehmen. An dieser Stellen möchte ich mich noch einmal für die vielen Rückmeldungen bedanken, die ich zu dieser Serie erhalten habe. Sie sind weiterhin willkommen!

Leanpub: arc42-Starschnitt Gradle Ein Architekturüberblick in Lebensgröße.

Dieser Beitrag ist ursprünglich als Teil einer Blog-Serie beim Hanser-Verlag („Hanser Update“) erschienen. Die Inhalte, ergänzt um reichhaltiges Bonus-Material, sind mittlerweile auch als E-Book bei Leanpub verfügbar.

Zum arc42-Starschnitt

25. OOP Februar 2016 – embarc ist mit zwei Vorträgen in München dabei

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Anfang Februar 2016 sind wir beim Jubiläum der OOP in München mit zwei Vorträgen vor Ort.

„ATAM-Anthologie. Eine Architektur im Wandel der Zeit“

OOP 2016

ATAM-Anthologie. Eine Architektur im Wandel der Zeit
Sprecher: Stefan Zörner
Vortrag auf der OOP 2016
Mittwoch, 03. Februar 2016, 14:30 – 15:30 Uhr
ICM – Internationales Congress Center München

Viele Softwaresysteme blicken auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Änderungen im Umfeld, etwa im Markt oder durch technologische Neuerungen, setzten sie unter Druck. Mitunter stand am Ende die Neuentwicklung der Lösung oder zumindest großer Teile davon. Die Geschichte solcher Systeme wird selten erzählt.
Nicht so hier: In diesem Vortrag unternehmen wir eine kleine Zeitreise und bewerten eine prominente Software-Lösung, die bereits viele Jahre in zahllosen Umgebungen produktiv ist, zu verschiedenen Zeitpunkten gleich mehrmals. Zum Einsatz kommen Werkzeuge aus qualitativen Evaluierungsmethoden wie ATAM, gezielt ergänzt um quantitative Techniken. Wir fokussieren dabei auf gravierende Veränderungen im Softwaresystem – wichtigen Ereignissen in seiner Biografie. Wodurch waren die Schritte motiviert? Welche Risiken wurden bewusst in Kauf genommen, welche Kompromisse eingegangen? Haben sie sich rückblickend bewährt?

„NoBullshit – Architekturarbeit neu gedacht“

OOP 2016

NoBullshit – Architekturarbeit neu gedacht
Sprecher: Stefan Toth
Vortrag auf der OOP 2016
Mittwoch, 03. Februar 2016, 17:00 – 18:00 Uhr
ICM – Internationales Congress Center München

Klassische Architekturarbeit hat mit Modellen, Dokumenten und Richtlinien zu tun. Vielleicht werden auch Standards oder Metamodelle erarbeitet, Zielarchitekturen entworfen und größere Bewertungsworkshops geplant. Die Methoden dafür sind teilweise über 20 Jahre alt und gut verstanden.
Szenenwechsel: Moderne Internet-Firmen bauen große, komplizierte Applikationen in verteilten Projekten mit Dutzenden Mitarbeitern – und von klassischer Architekturarbeit ist wenig zu sehen. Die Architekturdisziplin verwischt mit der Umsetzung, verliert ihre herausgehobene Stellung. Haben Spotify, Automattic (WordPress), Netflix oder Facebook einfach andere Voraussetzungen? Haben sie bessere Entwickler? Brauchen Web-Applikationen weniger Architektur?
In dieser Session wird mit einigen Vorurteilen und Mythen aufgeräumt und gezeigt, wie die Big Player des Internets Architektur gestalten und umsetzen. Dabei tauchen alt bekannte Architekturpraktiken in neuem Gewand auf, andere Praktiken werden neu gedacht oder auch verworfen. Konkrete Beispiele illustrieren den Wandel und zeigen Potenziale auf.

Zur Veranstaltung

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embarc at the O’Reilly Software Architecture Conference 2016: Reverse-Evaluating Netflix‘ Architecture

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„Reverse-Evaluating Netflix‘ Architecture“

OReilly-Software-Architecture-Conference

Reverse-Evaluating Netflix‘ Architecture
Speaker: Stefan Toth
O’Reilly-Software-Architecture-Conference, April 11–13, 2016
Session: Wednesday, April 13th, 3:35pm–4:25pm NY local time
New York, NY

Netflix is built on modern, efficient and robust architectural concepts. Should we follow their lead and refactor our systems into Microservices, split up big databases, or use polyglot approaches? We conducted an inverse architecture evaluation to find answers. Coming from the known architectural approaches we extracted those requirements and quality attributes that would give you a perfect fit.

Conference Website

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