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Stefan Zörner

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Architektur-Spicker Nr. 5: Cloud-Anwendungen

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Architektur-Spicker Nr. 5: Cloud-Anwendungen

Architektur-Spicker

Architektur-Spicker Nr. 5: Cloud-Anwendungen
Autor: Stefan Zörner
Referenzkarte bei architekturSPICKER PDF, 4 Seiten
Erschienen 22. Mai 2017

Download Spicker #5 (via architektur-spicker.de)

Die aktuelle Ausgabe unseres Architektur-Spickers zeigt in gewohnt kompakter Form, wie Sie Anwendungen bauen, die das Potential einer Cloud-Umgebung voll ausschöpfen.

In dem vierseitigen PDF gehen wir unter anderem auf die folgenden Fragen ein:
 

  • Wie gehen Sie bei der Migration bestehender Anwendungen in die Cloud vor?
  • Sie entwicklen neue Cloud-Anwendungen. Worauf achten Sie bei Architekturentwurf und Technologieauswahl?
  • Wie vermeiden Sie Fehler? Wie bleiben Sie beweglich?

 

Architektur-Spicker 1-5
Architektur-Spicker #5

 

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Schliemanns Erben – JAX 2017

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„Schliemanns Erben – Systemlandschaften wirkungsvoll (nach-)dokumentieren“
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Softwaresysteme wachsen historisch. Das gilt nicht als Idealzustand, aber so ist die Realität nun mal. Für Systemlandschaften gilt es erst recht. IT-Trendwellen schwappen über Unternehmen und hinterlassen ihre Spuren in den Anwendungen. Geglückte Würfe ebenso wie gescheiterte Initiativen.

(De-)Zentralisierung, Objektorientierung, SOA, Standardisierung, Cloud …manche Unternehmen haben Vermächtnisse (engl. Legacy) aus drei Jahrzehnten im Betrieb. In vielen Fällen wird das Wissen darum nur mündlich weitergegeben. Die Konsequenz: langwierige und lückenhafte Einarbeitung, Unsicherheiten bei Änderungen und Neuentwicklungen. Im Extremfall führt dies zu geringem Vertrauen bei Entscheidern. Dabei ist der Aufwand, das Wesentliche fest und aktuell zu halten, gar nicht groß.

In dieser Session zeige ich, wie ihr bestehende Systemlandschaften kartografiert und es allen Beteiligten leichter macht, sich zurechtzufinden und informierte Entscheidungen zu treffen. Mit Anlehnung an Methoden wie arc42 (das initial nur auf Einzelsysteme passt), Beispielen aus echten Ausgrabungen, aber ohne C14.

Systemlandschaften wirkungsvoll (nach-)dokumentieren

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JUG Darmstadt – Softwarearchitektur wird Entwicklerskill

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„Softwarearchitektur­ für alle!?“
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Softwarearchitektur für alle!?
Sprecher: Stefan Zörner
Vortrag bei der JUG Darmstadt
16. März 2017, ab 18:30 Uhr
TOP Tagungszentrum AG, Wittichstraße 2, 64295 Darmstadt

Download Vortragsfolien (PDF)

„Die besten Architekturen … entstehen durch selbstorganisierte Teams.“ – So steht es zumindest in den Prinzipien des Agilen Manifestes (2001). Und tatsächlich treffen mittlerweile mehr und mehr Teams grundlegende Entscheidungen gemeinsam, anstatt dass ein klassischer Architekt dies alleine tut (und ihnen abnimmt).

Softwarearchitektur wird dadurch mehr und mehr zum Entwicklerskill. In jedem cross-funktionalen Team sollte genügend Wissen und Können rund um diese Disziplin vorhanden sein.

In diesem Vortrag erfahrt ihr, welche grundlegenden Techniken und Methoden aus diesem Gebiet jeder Entwickler beherrschen oder zumindest kennen sollte, und wie viel (oder wenig) Softwarearchitektur Eurem Team gut zu Gesicht steht.

Download Vortragsfolien (PDF)

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OOP 2017 – Systemlandschaften wirkungsvoll (nach-)dokumentieren

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„Schliemanns Erben – Systemlandschaften wirkungsvoll (nach-)dokumentieren“
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Schliemanns Erben – Systemlandschaften wirkungsvoll (nach-)dokumentieren
Sprecher: Stefan Zörner
Vortrag auf der OOP 2017
31. Januar 2017 um 16:15 – 17:15 Uhr
ICM – Internationales Congress Center München, Am Messesee, 81829 München

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Software-Systeme wachsen historisch. Das gilt nicht als Idealzustand, aber so ist die Realität nun mal. Für System-Landschaften gilt es erst recht. IT-Trendwellen schwappen über Unternehmen und hinterlassen ihre Spuren in den Anwendungen. Geglückte Würfe ebenso wie gescheiterte Initiativen.

(De-)Zentralisierung, Objektorientierung, SOA, Standardisierung, Cloud … Manche Unternehmen haben Vermächtnisse (engl. Legacy) aus drei Jahrzehnten im Betrieb. In vielen Fällen wird das Wissen darum nur mündlich weitergegeben. Die Konsequenz: langwierige und lückenhafte Einarbeitung, Unsicherheiten bei Änderungen und Neuentwicklungen. Im Extremfall führt dies zu geringem Vertrauen bei Entscheidern. Dabei ist der Aufwand, das Wesentliche fest und aktuell zu halten, gar nicht groß.

In dieser Session zeige ich, wie man bestehende Systemlandschaften kartographiert und es allen Beteiligten leichter macht, sich zurechtzufinden und informierte Entscheidungen zu treffen. Mit Anlehnung an Methoden wie arc42 (das initial nur auf Einzelsysteme passt), Beispielen aus echten Ausgrabungen, aber ohne C14.

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Drei Dinge, die mich bei Architekturdiagrammen mit plantUML nerv(t)en

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plantIch sehe bei Kunden ab und an plantUML im Einsatz. Und noch häufiger fragen mich Teilnehmer in Workshops, was ich von plantUML halte, wenn es um Diagramme in der Dokumentation von Softwarearchitektur geht. Beispielsweise in den betreffenden Abschnitten von arc42 (Konkret: Kontextabgrenzung, Bausteinsicht, Laufzeitsicht …).

Um ehrlich zu sein fand ich plantUML dafür lange Zeit nicht so toll. Aus verschiedenen Gründen. Bei näherem Hinsehen ließ sich einiges davon aber auf Unkenntnis und Vorurteile meinerseits zurückführen. Und einige Unschönheiten lassen sich mit den richtigen Kniffs und Workarounds umgehen. Ein paar kleine Erkenntnisse zeige ich im Rahmen dieses Beitrags. Und beginne so meinen Frieden zu machen mit dem Werkzeug.

Aber zuvor: Was ist dieses plantUML überhaupt (für diejenigen, die es nicht kennen) und warum finde ich es (immernoch) nicht ganz so toll wie manche meiner Kunden?

plantUML

plantUML generiert UML-Diagramme als Graphik aus textuellen Beschreibungen. Die Syntax dazu ist recht einfach gehalten und schnell erlernt. Hier ein Minibeispiel. Aus der Eingabe links generiert plantUML das Diagramm rechts.cd_schach

@startuml

Schachbrett -> Figur 
Figur --> Farbe
Figur --> enum Art

enum Farbe { 
 SCHWARZ 
 WEISS
}

@enduml

 

Neben den besonders gut unterstützen Klassendiagrammen (wie im Beispiel oben, Details zur Syntax siehe hier) kann plantUML auch andere Diagrammarten der UML generieren (Sequenzdiagramme, Anwendungsfalldiagramme …).

plantUML ist Open Source, in Java geschrieben und leicht integrierbar. Entsprechend gibt es zum Beispiel Plugins für verschiedene Textsysteme (z.B. Asciidoctor), Build-Werkzeuge (z.B. Gradle) und Wikis (z.B. XWiki und Confluence). Gerade in diesen Fällen passt das Text-Format von plantUML sehr gut, fühlt es sich doch in der Versionsverwaltung ebenso wohl wie zwischen Wiki-Markup.

In der Regel nimmt der Autor beim Erstellen kaum Einfluss auf das Layout seiner Diagramme. Ich sehe das als Vorteil, kostet das Kästchenschubsen in graphischen Editoren bei Änderungen doch oftmals viel Zeit.

Drei Dinge, die ich an plantUML nicht mag

Trotz der unbestrittenen positiven Merkmale gibt es Dinge, die mir bei plantUML nicht so gut gefallen. Hier drei aus meiner Sicht besonders gewichtige:

  1. Der Technologie-Stack ist fragil
  2. Für Softwarearchitektur relevante Diagramme fehlen
  3. Die generierten Diagramme sehen altbacken aus

Der Technologie-Stack ist fragil

plantUML ist in Java geschrieben, der Download lediglich ein jar-File. Tatsächlich handelt es sich bei bei dem Tool aber eher um ein Frontend (oder wenn man mag einen Präprozessor) für das Werkzeug Graphviz.

binaryGraphviz ist eine leistungsfähige und recht verbreitete Open Source-Lösung zum Visualisieren von Graphen (also Knoten verbunden durch Kanten). Anders als plantUML wird es Betriebssystem-spezifisch als Binary installiert. Es muss lokal vorliegen (konkret: das Graphviz-Executable „dot“). plantUML greift darauf zu, es verwandelt die plantUML-Eingabe in eine Eingabe in der DOT-Sprache und lässt dann Graphviz die ganze Arbeit machen („Zwerge auf den Schultern von Riesen“).

Das Problem dabei: das Zusammenspiel zwischen plantUML und dot führt regelmäßig zu Reibung. Auch eine saubere Graphviz-Installation verweigert schon mal die Arbeit und führt zu Fehlermeldungen, lustigerweise in Form einer Graphik anstelle des erhofften Ergebnisses. Sieht dann zum Beispiel so aus:

Fehler beim Aufruf von not / Graphviz

In der Praxis heißt das etwa für ein Java-Projekt, das seine Architekturdokumentation in den Build integrieren will, dass es höhere Anforderungen an das Build-System stellt. Also an alle, die das Projekt bauen wollen. Java installieren reicht nicht (wie bei Gradle durch den Wrapper eigentlich üblich), es muss auch noch Graphviz da sein und mit plantUML zusammenspielen.  Das berühmte „It Works on My Machine“ war doch eigentlich überwunden (OK, die Pest ist schlussendlich auch noch nicht ausgestorben). Auch entsprechende Beiträge der Plugin-Benutzer in den Foren von XWiki und Confluence singen ein Lied von dem Problem.

Für Softwarearchitektur relevante Diagramme fehlen

plantUML unterstützt verschiedene Diagrammarten der UML, und die wiederum verschiedenen gut. Bei Klassendiagrammen geht mit Abstand am meisten. Gerade diese Diegrammart benötige ich allerdings in einem Architekturüberblick eher selten, bestenfalls für ein grobes Domänenmodell.

struktur_kleinBesonders wichtig sind mir methodisch gesehen die Kontextabgrenzung (Kapitel 3 in arc42, bzw. der Abschnitt „Context“ bei Simon Brown) und die statische Zerlegung (Kapitel 5 „Bausteinsicht“ in arc42). Eine Kontextabgrenzung lässt sich mit plantUML ganz gut visualisieren übrigens. Meine favorisierte Darstellung von Zerlegungshierarchien mit den Ports der Kompositionsstrukturdiagramme unterstützt plantUML leider nicht. Strukturen lassen sich zwar mit gruppierenden Elementen abbilden; Interaktionspunkte auf der „Membran“ (Ports, siehe kleine Skizze links) gehen hingehen nicht.

Die Diagramme sehen altbacken aus

Geschmäcker sind verschiedenen, mir persönlich gefällt die Darstellung von plantUML tatsächlich nicht sonderlich. Die Buchstaben-Icons bei Klassen, Aufzählungen etc. (E, C, … siehe Schach-Beispiel oben)  sind nicht mein Fall, und vor allem:  Die Farben (gelbe Kästen, rote Linien) haben die Anmutung alter Rational-Werkzeuge (kleine Zeitreise, Video). Die Zeit wünsche ich mir nicht zurück. Den Retro-Look der 90er-Jahre komplett machen dann Komponenten im Stil der UML 1. Als Beispiel hier ein rudimentärer Systemkontext (System mit einem Benutzer als Akteur) in plantUML, rechts wieder das resultierende Diagramm (das System als Komponente in UML 1-Notation):

@startumlsc_altbacken
[Webshop] <<system>>
:Kunde: - Webshop
@enduml

Auf Diagramme mit dieser Anmutung stolpere ich regelmäßig in Projekten. Dass mir die nicht übermäßig gefallen ist mein Problem, wenn die Teams es so mögen … Mein Problem könnt Ihr gleichzeitig beheben, bei plantUML läßt sich nämlich so ziemlich jede Stileigenschaft (Fonts, Farben, Strichbreiten …) konfigurieren. Aber wer hat da schon Lust zu? Der Aufwand mit all den Schaltern schreckt erstmal ab.

Die gute Nachricht: Es gibt recht große Schalter — Hebel sozusagen — welche mit wenig Aufwand viel Wirkung zeigen. Für das Beispiel oben reichen zwei dieser wirkmächtigen Hebel, und es sieht für mich deutlich passabler aus (siehe wieder Graphik rechts):

@startumlsc_modern
skinparam monochrome true
skinparam componentStyle uml2

[Webshop] <<system>>
:Kunde: - Webshop
@enduml

Das gefällt mir richtig gut schon. Derartige Skin-Parameter lassen sich übrigens auch in Dateien auslagern, von aussen in den plantUML-Prozessor reinreichen, etc. — So verschmutzen sie auch nicht alle plantUML-Quelltexte.

Fazit

Der Ansatz, aus text-basierten Beschreibungen Graphiken/Diagramme zu generieren, hat viel für sich. In vielen Fällen nutzen Teams ein Wiki oder Text-Systeme wie Asciidoc, um ihre Architekturdokumentation festzuhalten. Die Frage, wo die Diagramme herkommen, stellt sich dort stets, und plantUML ist zumindest eine Option. Mit wenigen Kniffen finde ich die Ausgabe zumindest optisch passabel, eine große Herausforderung bleibt das fragile Zusammenspiel mit Graphviz.

Ich spiele mit dem Gedanken hier ein geschlossenes Fallbeispiel bereitzustellen. Einen Architekturüberblick, in dem die Diagramme mit plantUML generiert sind, und dessen Inhalte sich an den Sichten von arc42 orientieren. Fänden Sie das interessant?

Vortrag W-JAX 2016: Schliemanns Erben – Systemlandschaften wirkungsvoll (nach-)dokumentieren

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„Schliemanns Erben – Systemlandschaften wirkungsvoll (nach-)dokumentieren“
Logo W-Jax
Schliemanns Erben – Systemlandschaften wirkungsvoll (nach-)dokumentieren
Sprecher: Stefan Zörner
Vortrag auf der W-JAX 2016
10. November 2016 um 10:45 – 11:45 Uhr (Raum: Garmisch)
The Westin Grand München, Arabellastrasse 6

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Softwaresysteme wachsen historisch. Das gilt nicht als Idealzustand, aber so ist die Realität nun mal. Für Systemlandschaften gilt es erst recht. IT-Trendwellen schwappen über Unternehmen und hinterlassen ihre Spuren in den Anwendungen. Geglückte Würfe ebenso wie gescheiterte Initiativen.

(De-)Zentralisierung, Objektorientierung, SOA, Standardisierung, Cloud …manche Unternehmen haben Vermächtnisse (engl. Legacy) aus drei Jahrzehnten im Betrieb. In vielen Fällen wird das Wissen darum nur mündlich weitergegeben. Die Konsequenz: langwierige und lückenhafte Einarbeitung, Unsicherheiten bei Änderungen und Neuentwicklungen. Im Extremfall führt dies zu geringem Vertrauen bei Entscheidern. Dabei ist der Aufwand, das Wesentliche fest und aktuell zu halten, gar nicht groß.

In dieser Session zeige ich, wie ihr bestehende Systemlandschaften kartografiert und es allen Beteiligten leichter macht, sich zurechtzufinden und informierte Entscheidungen zu treffen. Mit Anlehnung an Methoden wie arc42 (das initial nur auf Einzelsysteme passt), Beispielen aus echten Ausgrabungen, aber ohne C14.

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Vortrag Java Forum Nord 2016: Nörgeln ist einfach (Architekturbewertung)

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„Nörgeln ist einfach. Aber was (genau) ist eigentlich Architekturbewertung?“
Logo Java Forum Nord
Nörgeln ist einfach. Aber was (genau) ist eigentlich Architekturbewertung?
Sprecher: Stefan Zörner
Vortrag auf dem Java Forum Nord
Donnerstag, 20. Oktober 2016, 16:00 Uhr
Hannover, Hotel Dormero

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Statler: „Nein, nein, das hätten sie wirklich anders machen sollen.“
Waldorf: „So, wie denn nach Deiner Meinung?“
Statler: „Besser!“
(aus der Muppet Show)

Jedes interessante Softwaresystem hat eine Softwarearchitektur. Diese ist kunstvoll geplant oder zufällig entstanden, meist aber irgendwas dazwischen. Hätte man es anders machen sollen? In diesem Vortrag stelle ich vor, wie Sie Ihre Softwarearchitektur bewerten! Sind Sie auf dem richtigen Weg? Können Ihre Architekturideen in der Umsetzung aufgetretene Probleme effektiv lösen? Helfen diese bei der Erreichung Ihrer Ziele oder behindern sie diese eher? Architekturbewertung kann Sicherheit schaffen und Risiken aufzeigen und damit helfen die Aufwände im Projekt zu fokussieren. Sie lernen quantitative und qualitative Analysemethoden kennen. Was argumentative, Workshop-basierte Verfahren wie ATAM leisten thematisiere ich ebenso wie welche Aspekte Ihrer Architekturziele sich mit statischen Code-Analysen verknüpfen lassen.

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Zur Veranstaltung

Die sieben Regeln für gute Dokumentation in Stein gemeißelt? — Tafel 3 (von 3)

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In den zwei vorherigen Beiträgen hatte ich bereits mit der kurzen Diskussion der klassischen sieben Regeln für gute Dokumentation begonnen. Ich schließe sie in diesem Beitrag mit den beiden verbleibenden Regeln 3 und 7 ab. Hier noch einmal kurz zur Erinnerung alle sieben im Überblick:

Sieben Regeln für gute Dokumentation
book
1. Schreibe aus Sicht des Lesers. (Tafel 1)
2. Vermeide unnötige Wiederholungen. (Tafel 2)
3. Vermeide Mehrdeutigkeit. Erkläre Deine Notation. (Tafel 3)
4. Verwende eine Standardstrukturierung. (Tafel 2)
5. Halte Begründungen für Entscheidungen fest. (Tafel 1)
6. Halte Dokumentation aktuell, aber auch nicht zu aktuell. (Tafel 2)
7. Überprüfe Dokumentation auf ihre Gebrauchstauglichkeit. (Tafel 3)

Vermeide Mehrdeutigkeit. Erkläre Deine Notation (Regel 3)

Es ist unstrittig, dass sich bestimmte Informationen mit Bildern besser kommunizieren lassen als mit Text allein. Das gilt für Strukturen (Elemente und deren Beziehungen untereinander) ebenso wie für Abläufe (Folgen von Aktionen mit Alternativen, Wiederholungen, Parallelität). Ab einer gewissen Komplexität lässt sich das mit Stichpunkten oder Prosa nicht gut beschreiben. Diagramme und mitunter auch Screenshots kommen ins Spiel, bei Diagrammen ist in der Softwarearchitektur immer noch UML recht verbreitet.

In diesem Zusammenhang höre ich in Projekten oft: „Wir benutzen für unsere Architekturdiagramme UML. Die Notation ist standardisiert. Kann jeder lesen.“ Das mit dem standardisiert stimmt, meine Erfahrungen mit „kann jeder lesen“ sind andere.

In der Projektpraxis werden übrigens oft gar keine Architekturdiagramme angefertigt. Auch weil die Teammitglieder unsicher in der Notation sind. Sie glauben sie müssten UML nehmen aber haben Angst sich damit zu blamieren. Aus meiner Sicht ist UML zu verwenden kein Automatismus, und bei den vielen Zielgruppen (vgl. Regel 1) wird auch bei der UML Erklärungsbedarf da sein.

In diesem Zusammenhang zwei persönliche Ratschläge von mir rund um Diagramme:

  • Schreibt zu jedem Diagramm einen Satz der auf den Punkt bringt was zu sehen ist (“Mission Statement”, Kernaussage). In der Dokumentation (egal ob Dokument, Wiki, Poster …) platziert Ihr diesen Satz oberhalb der Abbildung.
  • Lasst Euch nicht von der Notation behindern. Benutzt stattdessen wenige Elemente, und erklärt diese in einer Legende.

Der erste Tipp sorgt zum einen dazu, dass Betrachter nicht rätseln müssen, was Ihr mit dem Bild sagen wollt. Zum anderen (und das ist das Entscheidende) hilft es Euch zu entscheiden, ob etwas „noch ins Bild reingehört“ oder nicht. Ihr vermeidet Diagramme voller Prachtfülle, in denen der Leser die relevanten Informationen dann aber suchen muss wie in einem Wimmelbild. Hier ein schönes Fundstück aus dem Netz dazu (Quelle, beachtet die beschönigende Überschrift).

complex-system-architecture-diagram-2292510

Immerhin: Eine Legende hat dieses Diagramm. Die Regel „Erkläre Deine Notation“ wende ich durchaus auch auf UML an. Und wenn Ihr dort wenige Elemente verwendet braucht Ihr auch nur wenig erklären. Die wenigen UML-Elemente dann aber bitte richtig verwenden. Sonst verwirrt Ihr diejenigen, die UML lesen können (gibt es auch).

Überprüfe Dokumentation auf ihre Gebrauchstauglichkeit (Regel 7)

Hinter dieser Regel stecken Reviews, zumindest suggeriert das Wort „überprüfen“ das. Dokumentation kann man auf zwei Arten überprüfen. Die erste nenne ich gern „Überprüfung auf Standardkonformität“. Hier werden Kriterien an die Dokumentation gelegt und Fragen folgender Art gestellt (Beispiele):

  • Hat die Architekturbeschreibung mindestens 60 Seiten?
  • Ist sie nach arc42 gegliedert?
  • Ist jeder Abschnitt ausgefüllt?
  • Wird für die Diagramme als Notation UML verwendet?
  • Hat jedes Diagramm eine Legende?

Fragen dieser Art eignen sich prima für Checklisten, diese können in der Regel von einer QS-Abteilung abgearbeitet werden. Mitunter erfordern regulative Randbedingungen einen solchen Check auf Standardkonformität. Mit der Überprüfung auf Gebrauchstauglichkeit ist aber etwas anderes gemeint.

Nämlich dass die Dokumentation tatsächlich bei der Arbeit unterstützt. Diejenigen, welche Architektur kommunizieren wollen, und diejenigen, welche sich dafür interessieren. Also für Architekturtreiber, Lösungsansätze, Entscheidungen, Konzepte. Die geschlossenen Fragen von oben können das nicht leisten.
Architektur-Spicker #1, Seite 3
Die Überprüfung auf Gebrauchstauglichkeit findet als Test mit den Zielgruppen statt. Und hier schließt sich der Kreis von Regel 7 zu Regel 1 („Schreibe aus Sicht des Lesers“). Das Anfertigen eines Architekturüberblicks stelle ich überhaupt gerne als Kreislauf dar (initial klein Starten, dann schrittweise Verfeinern). Eine Darstellung dieser Idee findet Ihr zum Beispiel in unseren Architektur-Spicker #1 („Der Architekturüberblick“, Download als PDF) auf Seite 3 oben.

JUG Saxony Day 2016: Architekturdokumentation heute vs. 1999

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„Architekturdokumentation heute: Die 7 Regeln in Stein gemeißelt?“
Logo JUG Saxony Day
Sprecher: Stefan Zörner
Vortrag auf dem JUG Saxony Day 2016
Freitag, 30. September 2016, 11:30 – 12.30 Uhr
Radebeul bei Dresden, im Radisson Blu Park Hotel & Conference Centre

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„Schreibe aus Sicht des Lesers! Erkläre Deine Notation! Verwende eine Standardgliederung! …“ Die klassischen sieben Regeln für gute (Architektur-)dokumentation sind so alt, dass Ihr sie vielleicht gar nicht kennt.

Doch die Frage, wie Ihr Eure Lösungskonzepte festhaltet, kommuniziert und wirkungsvoll in der Umsetzung verankert, bleibt – und ihre Relevanz nimmt in Zeiten selbstorganisierter Teams eher noch zu.

Dieser Vortrag ruft Euch die Regeln nicht nur (falls nötig) in Erinnerung, sondern diskutiert und hinterfragt sie im heutigen Kontext. In dem leichtgewichtige Formen Schwergewichte wie die UML mehr und mehr verdrängen und in dem Entwickler die Architekturarbeit verantworten.

Lernt anhand praktischer Beispiele zeitgemäße Formen eines Architekturüberblicks und ein schlankes Vorgehen für dessen Erstellung kennen. Sowie Möglichkeiten, wie Ihr die Dokumentation näher an die Entwicklung bringt, und die Umsetzung Eurer Architektur dort angemessen überprüft. Von Richtlinien zu Prinzipien und Tests. Der Quelltext erzählt nicht die ganze Geschichte …

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BEDcon 2016: Die 7 Regeln für gute Dokumentation in Stein gemeißelt?

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„Architekturdokumentation heute: Die 7 Regeln in Stein gemeißelt?“
Logo BEDcon
Stefan Zörner
Vortrag auf den Berlin Expert Days 2016
16. September 2016, 11:40 – 12:40 Uhr
Berlin, in der Urania

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„Schreibe aus Sicht des Lesers! Erkläre Deine Notation! Verwende eine Standardgliederung! …“ Die klassischen sieben Regeln für gute (Architektur-)dokumentation sind so alt, dass Ihr sie vielleicht gar nicht kennt.

Doch die Frage, wie Ihr Eure Lösungskonzepte festhaltet, kommuniziert und wirkungsvoll in der Umsetzung verankert, bleibt – und ihre Relevanz nimmt in Zeiten selbstorganisierter Teams eher noch zu.

Dieser Vortrag ruft Euch die Regeln nicht nur (falls nötig) in Erinnerung, sondern diskutiert und hinterfragt sie im heutigen Kontext. In dem leichtgewichtige Formen Schwergewichte wie die UML mehr und mehr verdrängen und in dem Entwickler die Architekturarbeit verantworten.

Lernt anhand praktischer Beispiele zeitgemäße Formen eines Architekturüberblicks und ein schlankes Vorgehen für dessen Erstellung kennen. Sowie Möglichkeiten, wie Ihr die Dokumentation näher an die Entwicklung bringt, und die Umsetzung Eurer Architektur dort angemessen überprüft. Von Richtlinien zu Prinzipien und Tests. Der Quelltext erzählt nicht die ganze Geschichte …

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